Variabel verzinster Kredit

Die Mehrheit der Immobilienfinanzierungen in Österreich ist variabel verzinst. In Zeiten des derzeit historisch tiefen Zinsniveaus ist das besonders profitabel.

Bei einem variablen Kredit handelt es sich um einen Kreditzinssatz, der während der Laufzeit des Kredits, wie der Name schon sagt, variiert. Steigen die Zinsen, erhöht sich dementsprechend die Kreditrate, sinken sie, wird die Rate entsprechend niedriger. Als Richtwert bei variabler Verzinsung gilt der EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate). Der Referenzzinssatz orientiert sich am aktuellen Geld- und Kapitalmarkt und wird alle drei Monate neu festgesetzt.

 

Der variable Zinssatz setzt sich aus einem Referenzzinssatz laut EURIBOR und einem Aufschlag der Bank, der sogenannten Zinsmarge, zusammen. Wie hoch diese ausfällt, ist eine Frage der Bonität und des Angebots. Während einer Niedrigzinsphase, wie sie derzeit herrscht, ist der variable Kredit sehr attraktiv. Allerdings gibt es bei der Verzinsung des variablen Kredits keine Obergrenze. Das heißt, die Zinsen können empfindlich steigen.

Zinscaps als Absicherung

Wer auch bei variablen Zinssätzen auf Nummer sicher gehen möchte, greift zu Zinscaps. Diese Einmalzahlung zu Beginn des Kredits gewährleistet einen Höchstwert des Zinssatzes über dessen Rahmen der Zinssatz nicht steigen kann. Wer also beispielsweise zu Beginn seines Kredits mit 4 % p. a. Zinsen startet und mit einem Zinscap die Zinsen bei einem Wert von 6% deckelt, profitiert von der Zinshöhe, nutzt Schwankungen im definierten Rahmen zu seinem Vorteil optimal und sichert sich bei weiterem Anstieg der Zinsen auf über 6 % die Gelassenheit in Hinblick auf die Höhe der monatlichen Kreditrate.

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Kürzere Laufzeiten lohnen sich

Wer über eine gute Bonität und ausreichend Nerven bei in die Höhe schnellenden Zinssätzen verfügt, kann sich mit einem variablen Kredit Vorteile sichern. Ist zudem absehbar, dass Sondertilgungen geleistet werden können und damit das Risiko einer zu hohen monatlichen Belastung zusätzlich reduziert werden kann, sollte sich diese Variante der Finanzierung näher ansehen. Denn im Gegensatz zum Fixkredit ist beim variablen Kredit eine vorzeitige Tilgung zur Gänze oder auch zum Teil ohne Weiteres möglich – und zwar in jeder Höhe.

Sollte es während der Laufzeit des Kredits zu einer Zinserhöhung kommen, ist davon nur der noch offene Betrag betroffen. Variable Kredite bieten sich vor allem bei kürzeren Laufzeiten an, denn der offene Saldo verringert sich viel schneller.

Vor- und Nachteile eines variablen Kredits

Im Gegensatz zum Fixzinskredit ist der variable Kredit nicht planbar. Steigen die Zinsen, kann auch die Kreditrate empfindlich ansteigen, wenn nicht mit einem Zinscap vorgesorgt wurde. Der variable Kredit bietet aber auch entscheidende Vorteile, etwa die niedrigere Zinsbelastung im Gegensatz zum Fixzinskredit. Außerdem profitieren Sie finanziell direkt, wenn das allgemeine Zinsniveau sinkt. Ein weiterer Vorteil des variablen Kredits besteht darin, dass Sie den Kredit schon vor der Laufzeit tilgen, ohne mit zusätzlichen Mehrkosten oder einer Kündigungszeit belastet zu sein.

In jedem Fall sollten Sie sich für eine Finanzierungsform entscheiden, die Ihnen entspricht und mit der Sie sich wohlfühlen. Als unabhängige Finanzierungsspezialisten stehen wir Ihnen gerne mit einer umfassenden Beratung bei der Auswahl zur Seite.

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